KEBALLOY 3D

Details:
KEBALLOY 3D steht für Polymerblends mit speziellem Fokus auf innovative dekorative Oberflächen. Das System aus Werkstoffen und Lackierverfahren ermöglicht die Erzielung einer individualisierbaren 3D-Effekt-Lackierung.

Mit der Keballoy 3D-Technologie lassen sich im Spritzgussverfahren kostengünstig und in hoher Stückzahl Bauteile mit technischen Thermoplasten herstellen. Das Material wird dabei mit speziellen Füllstoffen ausgerüstet, die es ermöglichen durch Magnetismus Informationen in der Oberfläche zu speichern – vom Grundprinzip ganz ähnlich einer Audiokassette. In einem zwischengeschalteten Prozess wird das gewünschte Design magnetisch in die Oberfläche eingebracht. Dabei kann jedes Kunststoffteil mit einem individuellen Design ausgestattet werden oder ein Teil wie das andere mit einem 3D-Effekt veredelt werden (Funktionsprinzip siehe Infografik).

Anwendungsgebiete:
Zierleisten, Gehäuse

Branchen (Einsatz):
Automobilbau, Haushaltsgeräte, Elektro- und Elektronikindustrie, Konsumgüter

Anwendungsbeispiele:
Frontblende Rinspeed Etos

Auszug aus dem Produktsortiment

KEBALLOY 3D 10001 PC/ABS

KEBALLOY 3D FE 170302 PP

 

Schritt 1: Spritzguss

Im Spritzgussverfahren wird aus einem technischen Kunststoff aus dem KEBALLOY 3D-Sortiment kostengünstig und in großen Stückzahlen das Roh-Bauteil hergestellt. Im Vergleich zum normalen Spritzguss entsteht kein zusätzlicher Aufwand. Für kleine Stückzahlen können die Bauteile auch ohne hohe Werkzeugkosten im protosys(R) Rapid-Tooling-Verfahren hergestellt werden.

Schritt 2: Magnetisierung

Nach dem Spritzguss wird das Design magnetisch in die Oberfläche eingebracht. Dies kann entweder durch einen Stempel (schnell,  immer das gleiche Design) oder mit einem robotergesteuerten Stift (langsamer, individualisiert ab Stückzahl 1) erfolgen. Das Design wird magnetisch bis zumnächsten Prozesschrittin der Oberfläche gespeichert und ist für das menschliche Auge noch nicht sichtbar.

Schritt 3: Lackierung

Als letzter Schritt erfolgt die Lackierung des Bauteils mit einem Reflex-Metalliclack. Die Metallicpartikel im Lack orientieren sich am Magnetfeld der Magentisierung und erzeugen so einen dreidimensionalen Effekt. So können Muster, Logos, Texte, Unterschriften und viele andere Designeffekte eingebracht werden.

Die Lackierung ist dabei nicht aufwändiger, als die üblichen Lackierverfahren für Kunststoffe.

 

Die Kosten:

Das Lackieren von Kunststoff-Oberflächen ist zweifelsohne ein Veredelungsverfahren, dass nicht in den Low-Cost-Bereich fällt. Lackierte Oberflächen erzeugen aber beim Endverbraucher den Eindruck höchster Wertigkeit und sind für hochwertige Produkte mit Design-Anspruch beinahe ein Muss.

Kostenanalysten deutscher Automobilhersteller haben uns bestätigt, dass die Oberflächenveredelung mit KEBALLOY 3D den Wettbewerb mit folienhinterspritzen Dekorbauteilen nicht scheuen muss. Die Möglichkeit der Individualisierung zählt darüber hinaus zu den Begeisterungsfaktoren, deren Nutzen die Kosten bei Weitem übersteigt.

Interessiert? Dann sprechen Sie uns einfach an. Wir stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.