Schmelzindex (MFI)

Die Bestimmung der Schmelzfließrate erfolgt nach der DIN EN ISO 1133 und ist charakteristisch für das Fließverhalten bzw. die Viskosität eines thermoplastischen Werkstoffes. Die Schmelzeviskosität wird mittels Schmelzindexprüfung unter festgelegten, werkstoffspezifischen Belastungen und Temperaturen ermittelt. Dazu wird die granulatförmige Probe in einem beheizbaren Zylinder aufgeschmolzen. Nach einer Vorwärmphase von fünf Minuten wird die Schmelze über einen Kolben, dem ein Gewicht aufliegt, durch eine Düse mit definiertem Durchmesser gepresst. Die Menge an Schmelze, die so innerhalb einer bestimmten Zeit durch die Düse fließt, ergibt den MVR- bzw. den MFI-Wert. Je nach Prüfverfahren wird entweder das Volumen pro Zeit (MVR) oder die Masse pro Zeit (MFI) ermittelt. Beide Werte lassen sich mit Hilfe der Schmelzedichte bei der verwendeten Prüftemperatur und unter Berücksichtigung des Prüfdruckes ineinander umrechnen. Aufgrund der einfachen Bedienung wird diese Methode häufig in der Qualitätssicherung eingesetzt.