(Kerb-)Schlagzähigkeit

Bei der Schlagprüfung nach DIN EN ISO 179-1 wird die Zähigkeit eines Werkstoffes bei schlagartiger Belastung bestimmt. Der Prüfkörper wird auf zwei Widerlagern positioniert und in der Mitte durch den Pendelhammer eines Pendelschlagwerkes schlagartig beansprucht, woraus die notwendige Brucharbeit ermittelt wird.

 

Eine spezielle Art der Prüfung ist die Ermittlung der Kerbschlagzähigkeit, bei der die Proben vor dem Versuch gekerbt werden, um Kerben in der Geometrie eines Bauteils zu simulieren, die Schwachstellen für eine mechanische Beanspruchung darstellen und sich in der Realität fast nicht vermeiden lassen. Aufgrund der Spannungskonzentration an der Kerbe liegen die ermittelten Kerbschlagzähigkeitswerte deutlich tiefer als die der Schlagzähigkeit. Der Unterschied zwischen Schlagzähigkeit und Kerbschlagzähigkeit gibt Aufschlüsse über die Empfindlichkeit des Werkstoffes gegenüber geometrischen Einflüssen. Je nach Probenmaterial und Aufgabenstellung werden unterschiedliche Arten von Kerben verwendet.