DSC-Analyse

Die DSC-Analyse nach der DIN EN ISO 11357 (Differential Scanning Calorimetrie) ist eine Methode der thermischen Analyse. Sie dient vor allem der Ermittlung materialspezifischer Temperaturen wie der Glasübergangstemperatur Tg von amorphen und der Schmelztemperatur Tm von kristallinen Polymeren. Zur Bestimmung kalorischer Größen und zur Untersuchung des Kristallisationsverhaltens ist diese Methode ebenfalls von großer Bedeutung.

Die für die Analyse benötigte Probenmenge beträgt wenige Milligramm und wird im Verlauf der Messung einem definierten Temperatur-Zeit-Programm unterzogen. Dabei wird die Probe bis über den Schmelzpunkt oder den Glasübergangspunkt aufgeheizt. Anschließend sorgt eine definierte Abkühlgeschwindigkeit für ein gleichmäßiges Kristallisationsverhalten, bevor die Probe erneut aufgeheizt wird. In der ersten Aufheizkurve erkennt man die thermische Vorgeschichte der Probe. Man kann hierüber Rückschlüsse auf die Verarbeitung des Materials ziehen. Mit Hilfe der Abkühlkurve können Aussagen zum Kristallisationsverhalten der Probe gemacht werden. In der zweiten Aufheizkurve sind die reinen Materialeigenschaften ohne Verarbeitungseinflüsse zu erkennen.

Die DSC-Analyse findet Anwendung in den unterschiedlichsten Bereichen der Kunststofftechnik. Sie ist ein nützliches Instrument in der Qualitäts- und Fertigungskontrolle, bietet eine schnelle Methode der Materialanalyse und wird ebenso in der Entwicklung neuer Materialien eingesetzt.