Materialanalyse für Kunststoffe

Materialanalysen sind häufige Fragestellungen in der Entwicklung von Bauteile. Aber auch bei der Schadenanalyse kann eine Materialanalyse hilfreich sein. Die wichtigsten Informationen, wie das verwendetes Polymer und die Art und Menge des eingesetzten anorganischen Füllstoffes können relativ schnell und kostengünstig ermittelt werden. Häufig zur Anwendung kommen in diesen Fällen Methoden wie die DSC-Analyse zur Ermittlung der charakteristischen Temperaturen wie Glasübergang und Schmelzpunkt des Polymers, IR-Spektrum zur ergänzenden Strukturaufklärung, die Bestimmung des Glührückstandes zur Ermittlung des verwendeten Füllstoffes und ggf. eine RFA- oder EDY-Analyse zur weiteren Analyse von Füllstoffen. Soll es in die Details zu Additiven wie Flammschutzmittel, Stabilisatoren, oder Verarbeitungshilfsmitteln gehen, sind die Methoden vielfältig und können erst nach Ermittlung des Polymers ausgewählt werden. Je nach Anteil der Zusatzstoffe ist es extrem schwierig und kostenaufwändig bis nicht möglich die Art und Menge der Additive zu bestimmen. Die Vorgehensweise und der Nutzen einer solchen Analyse muss im Einzelfall abgewogen werden.